Artikel aus dem Sportforum des LSV

von Admin (Kommentare: 0)

Durch den LSV-Innovationsfonds geförderte Maßnahmen: Beispiel „Digitale Geschäftsstelle im Tischtennis-Verband Schleswig-Holstein“
Interview mit TTVSH-Geschäftsführer Axel Schreiner

Herr Schreiner, der Tischtennis-Verband Schleswig-Holstein hat mehrere Anträge für eine Förderung durch den LSV-Innovationsfonds gestellt. Warum haben Sie sich um diese Mittel beworben?
Axel Schreiner: Ideen, unseren Verband mit innovativen Maßnahmen voranzubringen, hatten wir schon immer, aber viel zu oft blieben diese Vorhaben liegen, da es an Zeit und/oder Geld mangelte. Die vorhandenen finanziellen und personellen Mittel reichen gerade aus, um das "Kerngeschäft" des Verbandes zu bearbeiten. Alle außerplanmäßigen Vorhaben müssten durch zusätzlich erhobene Mittel von den Mitgliedern getragen werden. Dies ist leider nicht oft zu realisieren. Daher war die Möglichkeit, zusätzliche Projektmittel für innovative Maßnahmen beim LSV beantragen zu können, sehr positiv für uns.
Wie sind Sie die Bewerbung angegangen? Allein oder mit externer Hilfe?
A.S.: Die Projektideen wurden von den hauptamtlichen Mitarbeitern entwickelt und mit dem Präsidium abgestimmt. Da zwischen dem Haushaltsbeschluss des LSV und dem Antragsschluss für den Innovationsfonds nur wenige Wochen lagen, wurden die Projektideen und die Anträge direkt in der Geschäftsstelle bearbeitet. Externe Hilfe wurde hierfür nicht in Anspruch genommen. Der Sportpolitische Orientierungsrahmen des Landessportverbandes bot eine gute Grundlage, um die jeweiligen Projekte auf den Weg zu bringen.
Ein gefördertes Projekt ist die „Digitale Geschäftsstelle“ des Tischtennis-Verbandes. Worum geht es dabei?
Wir wollen eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der gesamten Ablage von Dokumenten in der Geschäftsstelle herbeiführen. Bisher erfolgte unsere Ablage hauptsächlich in herkömmlichen Aktenordnern. Die Zahl der abgelegten Dokumente ist in den vergangenen Jahren jedoch stark angestiegen, was natürlich auch einen nicht zu unterschätzenden zusätzlichen Raumbedarf nach sich zieht. Unser Ziel ist das sogenannte "papierlose Büro", in dem alle Dokumente in digitalisierter Form vorliegen sollen, was letztlich auch unseren Mitgliedsvereinen zugutekommt.
Sind schon Fortschritte zu erkennen?
A.S.: Ja, auf jeden Fall. Die Aktenschränke werden Tag für Tag leerer. Doppelte Ablagen − digital als Datei und in Papierform − fallen zukünftig weg. Es wird deutlich übersichtlicher. Von der Digitalisierung ausgenommen ist vorerst die Buchhaltung. Hier müsste zunächst mit dem Finanzamt abgestimmt werden, ob, und wenn ja,wie die Buchhaltung aussehen müsste.
Wie nehmen die Vereine die „digitale Geschäftsstelle“ auf?
A.S.: Als positiven Gradmesser könnte man heranziehen, dass es den Vereinen gar nicht auffällt und dass somit die Umstellung keine negativen Folgen für die Vereine mit sich bringt. Im Gegenteil: Anfragen können noch schneller und direkter beantwortet werden, der Informationsfluss hat sich noch verbessert. Lediglich für den einen oder anderen ehrenamtlichen Funktionär auf Landesebene ist die Digitalisierung sicherlich eine "kleine Herausforderung", die aber gemeistert werden wird. Denn bereits 2007 gab es zur Bewältigung des gesamten Spielbetriebes eine Umstellung auf eine Tischtennis-Onlineplattform, die innerhalb einer Saison umgesetzt werden konnte − mit großer Akzeptanz bis heute. Somit sind wir der festen Überzeugung, dass auch die "digitale Geschäftsstelle" ein weiterer Schritt in die richtige Richtung ist.
Stefan Arlt

Quelle: Sportforum 04-2017, des Landessportverbandes

https://www.lsv-sh.de/index.php?id=553

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